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Ausdrucksstarke, surreale wirkende Bilder von unglaublicher Tiefe!

Der Film, der das Anliegen hat, den Zusammenhang von Leben und Tod, die Gemeinschaft alles Lebenden auch im "Fressen und gefressen werden" in wenigen knappen Sequenzen zu vermitteln, stellt aber sicher hohe Ansprüche an das Publikum.

"Tungijuq" erfordert zum Verständnis ein paar Einblicke in die Mythologie der Inuit, in der die Grenzen zwischen Mensch und Tier fließend sind und in der Leben, Tod und Wiedergeburt - besonders der gejagten Tiere - in existentieller Beziehung stehen. Diese wenigen Kenntnisse sind durch die Lektüre von Inuit-Sagen wohlfeil zu haben. Ich fürchte jedoch, dieses Wissen ist bei den meisten Veganern nicht besonders verbreitet. Es könnte sein, das oberflächliche westeuropäische Betrachter die Chiffren des Films über die Werwolf-Folie der eigenen Sagenwelt fehlinterpretieren.

Trotzdem eignet sich "Tungijuq" als drastisch-provozierender Gesprächsimpuls auch für zart beaitete Gemüter der westlichen Konsumgesellschaft!

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